Zum Hauptinhalt springen

[NOMAD] BMW R12 G/S

Kooperationsprojekt
WOIDWERK x BMW Motorrad Schmidt Salzburg x BMW Motorrad Austria

2026

Kooperations-
projekt

Modell

  • BMW R12 G/S 2026
Die R12 G/S wurde präsentiert und mich juckte es sofort in den Fingern! Ein kurzes Telefonat mit einem befreundeten Händler, BMW Motorrad Schmidt in Salzburg ergab – ich war mit meinen Gedanken nicht allein 😉 . Nach ein paar Abstimmungsgesprächen kam auch BMW Motorrad Austria mit an Bord und wir hatten einen Plan. Zeitnah wurde das Basisbike konfiguriert und bestellt.

eigenständig, minimalistisch, strassenorientiert und ein hauch von endzeit

Ende 2025 war es dann soweit – das Motorrad war da und ich konnte loslegen. Als erstes wurde das bike gestript und von allem Kunststoff befreit. Ich wollte etwas Originelles und Minimalistisches schaffen – mit einem Hauch von Endzeit, aber vor allem mit mehr Straßenorientierung – ohne zu sehr in Richtung Supermoto zu gehen. Da meiner Meinung nach viele Käufer der R12 G/S kein 21-Zoll-Vorderrad benötigen, und die meisten ohnehin überwiegend auf der Straße fahren, habe ich mich für dem Umbau auf ein 19-Zoll-Vorderrad entschieden. Der Vorteil: Das Hinterrad konnte unverändert bleiben, sodass ich die gleiche Reifengröße wie bei den alten GS-Modellen bis zur Wassergekühlten und somit freie Reifenauswahl habe. Hier entschied ich mich für einen Dunlop Mutant, der auf der Strasse aber auch noch ein wenig im Gelände performt. Nach der Montage des Vorderrads entfernte ich alle Kunststoffteile der G/S und widmete mich der Frontpartie. Ursprünglich wollte ich der Front einen „Baja-Look“ verpassen, doch der serienmäßige Voll-LED-Scheinwerfer gefiel mir so gut, dass ein Austausch gegen Zubehörteile keinen Sinn ergeben hätte. Ich setzte den Scheinwerfer mithilfe einer neuen Halterung tiefer und fertigte von Hand einen markanten Stahl-Kotflügel an. Dieser Kotflügel harmoniert perfekt mit dem kantigen Design des Tanks und setzt dessen Seitenlinie fort. Da mir das Baja-Thema vorschwebte, benötigte ich noch einen zweiten Scheinwerfer. Ich entschied mich für einen coolen Denali-Nebelscheinwerfer und montierte ihn versetzt oberhalb des Hauptscheinwerfers. Für die Befestigung konstruierte ich eine Halterung, die gleichzeitig die Instrumenteneinheit aufnimmt. Das Heck sollte so minimalistisch wie möglich gehalten werden; daher baute ich einen Stahlrohrrahmen mit Haltegriff, der einen schönen Übergang zur Sitzbank schafft. Daran sind Kellermann-Atto-Blinker montiert, die für die Beleuchtung sorgen. Eine Acrylglasplatte an der Unterseite schützt vor starker Verschmutzung. Da die originalen Seitenverkleidungen nicht an das neue Heck passten und mir auch die anderen Modelle der R12-Serie nicht gefielen, musste eine Eigenanfertigung her. Mein Freund ist Experte für 3D-Design und hilft mir immer aus der Patsche. Er entwarf also neue Seitenverkleidungen, die sich so eng wie möglich an die Airbox schmiegen. Sämtliche Kunststoffteile wurden – genau wie die neuen, im 3D-Druck gefertigten Seitenverkleidungen – mit Raptor-Lack lackiert.
Ursprünglich wollte ich einen kleineren Tank verbauen. Doch als das brandneue, mattschwarze Motorrad eintraf und das matte Finish die wunderschöne Form und die markanten Kanten des Tanks so richtig zur Geltung brachte, entschied ich mich, ihn zu behalten und mir eine Lackierung zu überlegen, die diese Merkmale noch stärker betont. Nach einiger Überlegung erinnerte ich mich an einen Lackkünstler aus der Automobilbranche, der einen ganz speziellen Stil im Grafiti, Comic- und Skizzen-Look hat – „Stilbruch-Lack“. Ich kontaktierte ihn und er war sofort begeistert. Ich bereitete alles vor, schickte ihm die Teile, und er legte los! Ich stimmte lediglich die Grundfarben mit ihm ab, der Rest war künstlerische Freiheit! Mit der Sitzbank wartete ich natürlich, bis die lackierten Teile wieder da waren. Diese Sitzbank war gedanklich für mich anspruchsvoller als üblich – und dabei habe ich schon unzählige, sehr aufwendige und einzigartige Sitzbänke entworfen, aber der Tank machte es mir nicht leicht. Das Ergebnis ist eine Kombination aus Alcantara und glänzendem Kunstleder, das die Sitzbank optisch auflockert und kürzer wirken lässt. Um eine Verbindung zur farbenfrohen Lackierung herzustellen, ließ ich mir Pfeile einnähen, lasergeschnitten in einem Pfeilmuster und mit gelbem Leder unterlegt – wie immer perfekt ausgeführt durch meinen Sattler ZInteriors. Die Firma Wunderlich unterstützte mich mit Zylinderschutz, Motorschutzteilen und Fußrasten. Um dem Sound auf die Sprünge zu helfen – der bei den neuen Modellen mit ihren Euro-5 Abgasnormen naturgemäß zu kurz kommt – montierte ich einen Hattech-Endschalldämpfer in steilem Winkel am Heck. Zudem verbaute ich einen Arrow-Krümmer ohne Vorschalldämpfer oder Katalysator, der den Boxermotor endlich wieder seinen typischen, kräftigen Klang entfalten lässt. Das fertige Motorrad wurde Ende Juni 2026 am NEWCHURCH SUMMIT in Österreich am BMW Motorrad-Stand präsentiert. Das Bike kam super an, und sogar BMW Motorrad CEO, Markus Flasch, hatte bei einer kurzen Spritztour seinen Spaß mit dem Bike.

Bike vorstellung – folgt

R12 G/S [Nomad]

am großen arber